Martínez Bujanda

Bodegas Martínez Bujanda

Aus ökonomischer Sicht war die Kellerei Martinez Bujanda ein Spätzünder. Bereits im Jahr 1889 durch Joaquín Martínez Bujanda gegründet, begann erst in den Achtziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts unter dem Gründerenkel Jesús Martínez Bujanda die dynamische Entwicklung des Unternehmens. Im Jahre 1981 wurde mit dem Bau der neuen Bodega begonnen, die damals zu den modernsten der Welt gehörte. Der Spanienexperte David Schwarzwälder schreibt über die Resonanz der Zeitgenossen: "Schon die ersten Weine stießen auf große Kritik in der D.O. Was war von Rioja Weinen zu halten, die viel mehr Frucht als Holz aufwiesen ... man bezeichnete sie als Spinner und finanzielle Abenteurer, und mehr als ein spanischer Weinkritiker, der heute Frucht und Konzentration als unabdingbare Bestandteile eines Qualitätsweins predigt, beschuldigte Sie, den ureigenen Rioja Stil zu verraten." Der Erfolg von Martinez Bujanda sollte die Kritiker Lügen strafen, zunächst war man im Export überaus erfolgreich, bevor auch die Spanier den neuen Stil der Weine zu würdigen verstanden. Heute führen die Kinder Jesús, Pilar und Carlos die Geschäfte und arbeiten weiter an der Fortentwicklung des Familienbetriebs. Auch heute noch vinifiziert die Bodega alle Weine aus eigenen Trauben, eher ungewöhnlich für größere Hersteller in der Rioja. 1999 bekam schließlich der Lagenwein Finca Valpiedra seine eigene Finca samt Bodega. Finca Valpiedra ist der Topwein von Martinez Bujanda und wird mit den Trauben eines einzigen Weinbergs produziert.

Martínez Bujanda

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